WTH Walter Thieme Handel GmbH • Beguinenstr.13 • 21682 Stade

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WTH-Jahresrückschau auf 2025:

Mit Stabilität und Weitblick durch anspruchsvolle Zeiten

Was für ein Jahr – erneut eines der wirtschaftlich anspruchsvollsten der letzten Dekade. Die globale Konjunktur schwächte sich im ersten Halbjahr 2025 merklich ab, bevor gegen Jahresende erste Erholungstendenzen spürbar wurden. In Europa kämpften Unternehmen weiterhin mit den Nachwirkungen hoher Energiepreise, schwankender Nachfrage und geopolitischer Unsicherheiten. Die WTH GmbH in Stade konnte sich dennoch bemerkenswert stabil behaupten – und blickt mit berechtigtem Selbstbewusstsein auf ein bewegtes Jahr zurück.

Makroökonomischer Hintergrund: EU im Wandel, Polen im Aufwind, Deutschland in der Neuorientierung

Die Europäische Union blieb 2025 wirtschaftlich in einer Übergangsphase: moderates Wachstum, rückläufige Inflation, aber anhaltend hohe Investitionskosten. Die Industrieproduktion zog zum Jahresende leicht an, getragen von Bauwirtschaft und verarbeitendem Gewerbe – zwei Kernbranchen, in denen WTH stark vertreten ist.

WTH Verkaufsgebiet

Deutschland stand 2025 weiterhin unter strukturellem Anpassungsdruck.
Der Umbau der Energieversorgung, Fachkräftemangel und eine zögerliche Investitionsdynamik verlangten den Unternehmen einiges ab. Gleichwohl brachten gezielte öffentliche Programme zur Förderung von Klimaschutz, Digitalisierung und Industrieeffizienz wieder mehr Bewegung in die Märkte. Für WTH bedeutete das: eine relativ stabile Nachfrage in ausgewählten Industriesektoren – vor allem in der Elektro-, Automobil- und Bauindustrie – bei weiterhin volatilen Rahmenbedingungen.

In Polen hingegen zeigte sich die Wirtschaft deutlich robuster. Starke Inlandsnachfrage, Investitionen in Recycling- und Chemieprojekte sowie eine rege Bautätigkeit sorgten für überdurchschnittliche Wachstumsraten.
Die von WTH in den vergangenen Jahren intensivierte Marktbearbeitung in Mittel- und Osteuropa machte sich 2025 einmal mehr bezahlt: Der Umsatz in Polen legte deutlich zu, und der Vertrieb wurde verstärkt.

Branchenfokus: Kunststoff- und Gummiindustrie im Umbruch

Die europäische Kunststoff- und Gummiindustrie durchlief 2025 einen tiefgreifenden Strukturwandel. Neue EU-Vorgaben zu Recyclingquoten, CO₂-Berichterstattung und Produktdesign brachten Bewegung in alle Wertschöpfungsstufen. Rohstoffpreise blieben volatil, doch die Nachfrage nach Rezyklat-basierten Materialien und technologisch anspruchsvollen Spezialmischungen wuchs.

WTH konnte hier seine Stärke ausspielen: Dank enger Lieferantenkontakte, frühzeitiger Bevorratung und technischem Know-how gelang es, Kunden zuverlässig zu beliefern und zugleich nachhaltige Alternativen anzubieten. Der Geschäftsführer Gero Thieme betont: „Wir sind Teil dieser Transformation – nicht nur als Lieferant, sondern als Partner für zukunftsfähige Lösungen.“

Coating- und Klebstoffindustrie: Stabilität durch Innovation

Auch die Beschichtungs- und Klebstoffbranche zeigte 2025 ein gemischtes Bild.
Während das Bau- und Renovierungsgeschäft in Westeuropa schwächelte, wuchs die Nachfrage in Osteuropa und im Bereich industrieller Anwendungen. Der Trend zu wasserbasierten, emissionsarmen Systemen und spezialisierten Klebstofflösungen für Leichtbau und Elektromobilität setzte sich fort.

WTH profitierte hier von seiner konsequenten Ausrichtung auf umweltfreundliche Produktlinien und enger Zusammenarbeit mit verlässlichen Markenherstellern. Das Unternehmen verstand es, Kundennähe und technisches Verständnis in konkrete Wettbewerbsvorteile umzusetzen.

Unternehmenskultur und Führung: Nähe schafft Vertrauen

Die Unternehmensphilosophie – geprägt von Transparenz, Dialogbereitschaft und partnerschaftlichem Handeln – erwies sich 2025 erneut als stabilisierender Faktor.
In einer Zeit, in der viele Firmen unter Fachkräftemangel litten, setzte WTH auf Mitarbeiterbindung durch Weiterbildung und offene Kommunikation.

Gero Thieme erläutert CSR

Regelmäßige Gesprächsrunden, kurze Entscheidungswege und eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung machten es möglich, schnell auf Veränderungen zu reagieren.
Firmengründer Walter Thieme fasst es so zusammen „Partnerschaft ist keine Floskel, sondern unsere gelebte Praxis – gegenüber Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern gleichermaßen.“

Trotz eines herausfordernden Umfelds wird WTH das Geschäftsjahr 2025 wohl mit einem soliden Ergebnis abschließen. Der Umsatz stieg leicht über Vorjahresniveau. Auf der Ertragsseite belasten jedoch sinkende Margen bei anhaltend steigenden Kosten, so dass der Gewinn vor Steuern (EBITA) trotz der gestiegenen Umsätze mit minus ca. 25% wesentlich geringer ausfallen dürfte.

 „2025 war kein einfaches Jahr – aber ein Jahr, das gezeigt hat, wie belastbar unser Geschäftsmodell ist. Wir haben uns nicht treiben lassen, sondern Kurs gehalten – mit klaren Werten und einem starken Team.“ stellt der Geschäftsführer Gero Thieme zum Ende des Geschäftsjahres 2025 fest.

In einem Umfeld globaler und nationalen Unsicherheiten, hat sich wieder gezeigt, dass partnerschaftliches Handeln, Kundennähe und technische Kompetenz die besten Garanten für Erfolg sind. Insofern stimmt der Kurs und WTH geht zuversichtlich in das Jahr 2026.

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